Beratung | Platzbau

6 einfache Schritte zum Padelplatz!

Aller Anfang ist schwer!

Du oder dein Vereins-Vorstand sind begeistert von Padel und haben sich entschlossen das Projekt anzugehen – wahrscheinlich mit dir als Projektleiter!

Schon stehst du vor einem gewaltigen Berg an Recherchen, unterschiedlichen Informationen und technischen Details. Das alles kann ganz schön einschüchternd wirken. Aber wie so oft im Leben: Es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Wir verraten dir hier die ultimative Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der du deinen Padelpatz realisierst:

1. Finde eine geeignete Fläche

Was so simpel klingt, ist am Ende des Tages auch so einfach: Ein Padelplatz hat die Maße 10 m × 20 m × 4 m. Du solltest zudem eine Spielhöhe von ca. 8 m mit einplanen. Wenn das gegeben ist, hast du eine passende Fläche für deinen zukünftigen Padelplatz gefunden. Natürlich gibt es Umstände, welche die Fläche geeigneter machen oder die Sache erschweren, wie z. B.:

  • Wie eben ist die Fläche?
  • Nähe zum Parkplatz oder zur Straße.
  • Baum- und Pflanzenbestand.
  • Untergrundbeschaffenheit.
  • Umliegendes Naturschutzgebiet.
  • Anwohnersituation
  • etc.

2. Definiere dein Ziel und deine Zielgruppe

Ein Padelplatz kann einem Verein zu verschiedenen Zwecken dienen, wie z. B.:

  • Mehreinnahmen.
  • Mitgliedergewinnung.
  • Steigerung von Image und Attraktivität.
  • Erschließung neuer Zielgruppen.
  • Etc.

Was ich damit sagen möchte: Du solltest dir vorher darüber klar sein, was du bzw. dein Verein mit dem Padelplatz erreichen möchte. Dies bestimmt dann automatisch viele weitere Faktoren, wie z. B.:

  • Anzahl der Plätze.
  • Zukünftiges Padelangebot.
  • Preisstrukturen.
  • Etc.

3. Kalkuliere das Projekt

Die Kalkulation von Padelprojekten unterliegt einem ganz banalen wirtschaftlichen Dreiklang: wie viel muss ich von wem in welcher Frequenz bekommen, damit sich der Padelplatz rechnet (hinsichtlich meiner Ziele!). Dennoch kommst du an der Erstellung eines soliden Businessplans nicht vorbei. Dabei solltest du u. a. folgende Fragen beantworten:

  • Wie viele Mitglieder oder Spieler/innen erwarte ich im Jahr?
  • Wie oft spielen diese erwartungsgemäß pro Woche?
  • Welche Auslastung erreiche ich damit (Stunden pro Court pro Tag)?
  • Mit welchem Preis kalkuliere ich bzw. welchen Wert muss ich am Ende des Jahres eingenommen haben?
  • Inwieweit kann ich Sponsorenpotential erschließen?
  • Welche Hauptkosten entstehen?
  • Welche Nebenkosten liegen vor?
  • Was für Zusatzangebote kann ich schaffen?

Einer der Hauptkosten ist natürlich der Padelplatz. Die möglichen Padelplatz-Modelle findest du hier.

Ein weiterer Punkt, der dringend in die Kalkulation mit einfließen muss:

4. Stelle einen Förderantrag bei der Stadt

87,5 % Zuschuss durch öffentliche Gelder sind realistisch. Selbst bei „nur“ theoretischen 30 % an öffentlichen Subventionen, generiert dein Verein bereits ab dem ersten Jahr Überschüsse.

5. Bau den Platz

Wenn der Plan steht, folgt die Umsetzung. Dann geht alles recht schnell: Die LKWs bringen die Plätze. Der Bautrupp rauscht an und ca. zwei Wochen später stehen die Plätze. Achtung! Wichtige Details:

  • In der Regel mietet der Platzkäufer die Gerätschaften und berechne sie anschließend dem Platzbauer weiter.
  • Achte darauf, dass ihr eine passende Zufahrt für die LKWs habt/entstehen lasst.
  • Versucht die Plätze zu einem Zeitpunkt zu bauen, in der Bodenfrost kein mögliches Risiko darstellt

6. Aktiviere den Platz

Die Existenz eines Padelplatzes macht euch die Hütte noch nicht voll. Einen Court können nämlich viele aufstellen. Die Kunst ist dann aber, dafür zu sorgen, dass dieser auch gut ausgelastet wird. Das bestimmt wie erfolgreich dein Projekt wird. Lasst dich für den Betrieb einer Padelanlage ausbilden, besorge fundiertes und authentisches Wissen, das du an die anderen weitergeben kannst. Drei Dinge sind dabei essenziell:

  • Schaffe passende Aktivierungsprogramme (z. B. Schnupperaktionen, Workshops, Camps etc.), um die Leute, am besten in Gruppen, auf die Plätze zu bekommen.
  • Lasse jemanden zum Padeltrainer ausbilden. Die Leute werden schnell mehr von Padel wissen und sich verbessern wollen. Das schafft zudem attraktive Sondereinnahmen.
  • Installiere eine/n Ansprechpartner/in rund um das Thema Padel und lass sie/ihn zum/r Standortleiter/in ausbilden.

Wenn du deine Hausaufgaben machst, ist Padelplatzbau kein Hexenwerk. Ist es Arbeit? Sicherlich! Aber sie lohnt sich, du wirst es sehen.

Wenn du mehr rund um das Thema Platzbau wissen möchtest, melde dich bei Richard Ströhl unter: rstroehl@padel.gmbh.
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